"Auf die Plätze - Technik - los!" in Coburg
Vom 02.-04. November 2009 hieß es an der Hochschule Coburg wieder "Auf die Plätze - Technik - los!". Bei der Ferienaktion konnten insgesamt 63 Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren in praktischen Workshops viel Neues rund um Technik lernen und jede Menge selbst ausprobieren.
Bei der "Technik-Rallye" ging es gleich hoch her: An verschiedenen Stationen konnten die Mädchen ihr technisches oder handwerkliches Geschick erproben und ihre Stärken besser kennen lernen. Es konnten z.B. Taschen gefertigt oder Laubsägearbeiten gemacht werden, aber auch das räumliche Vorstellungsvermögen oder technisches Verständnis waren gefragt. Die Technik-Rallye ist ein Konzept des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft und kann bayernweit an Schulen u.ä. eingesetzt werden.
Beim Workshop "Pixel, Digicam und starke Fotos" drehte sich alles um das Thema Bildbearbeitung. Mit dem Open Source-Programm GIMP lernten die Teilnehmerinnen die elementaren Tricks rund um digitale Fotos, aber auch schon ein paar Kniffe der Profis, mit denen man echt Eindruck schindet.
-> Die Ergebnisse des Kurses gibt es hier zu sehen. <-
Wie geht es nach der Schule weiter? Was sind meine Ziele, Träume, Wünsche? Was ist mir wichtig - aber wo kann es vielleicht auch Schwierigkeiten geben, alles unter einen Hut zu bringen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen am Workshop "Werkstatt Zukunft". In Einzel- und Gruppenarbeiten konnten so ganz persönliche Fragen der Lebensplanung wenigstens ansatzweise geklärt werden.
Die "Werkstätten der Natur" öffneten sich für vierzehn Mädchen im Naturkundemuseum Coburg. Hinter den Kulissen des Museums erhielten die Mädchen nicht nur einen Einblick in die Arbeit der Museumswerkstätten, sondern konnten selbst mit Hand anlegen, wenn z.B. mikroskopiert oder präpariert wurde. Die Teilnehmerinnen legten außerdem Ammoniten aus Gestein frei und setzten aus einzelnen Knochen das Skelett eines Windhundes zusammen.
Den "Brückenschlag" wagten die Teilnehmerinnen am gleichnamigen Workshop: Eine Brücke über die Itz sollte entworfen und dann als Modell gebaut werden. Zwei Studentinnen des Studiengangs Bauingenieurwesen gaben den nötigen fachlichen Input und betreuten die Projektarbeit. Dem Belastungstest zum Schluss hielten alle vier Brücken stand.
"Messen - aber richtig" hieß das Motto in diesem Workshop. Gemessen wurden unter anderem die Temperatur einer Kerzenflamme und das Hörvermögen der Teilnehmerinnen. Auch ein Lasermessgerät kam zum Einsatz. Verschiedene Messgeräte ausprobieren und selbst ein Thermometer bauen, eigene Schätzungen überprüfen und Erstaunliches erfahren - das war die thematische Bandbreite des Workshops.
Auf den Weg ins "Film-Studio" machte sich eine Gruppe von Mädchen, um am PC kleine animierte Geschichten zu erzählen. Mit Hilfe von Powerpoint lassen sich in relativ kurzer Zeit tolle Kurzfilme und Animationen erstellen, wie die Teilnehmerinnen an diesem Workshop eindrucksvoll zeigten.
-> Die Ergebnisse des Kurses gibt es hier zu sehen. <-
Wie denkt eigentlich ein Computer? Das war die zentrale Frage im Workshop "Mit Bits und Bytes". Die Teilnehmerinnen erfuhren, dass ein PC an sich erst einmal "dumm" ist und man ihm ganz genau sagen muss, was er tun soll, damit er schlaue Sachen machen kann. Als "lebende Bausteine" eines Computers entwickelten die Teilnehmerinnen dann einfache Algorithmen, z.B. zum Sortieren von Zahlen.
Dass unser Alltag ganz schön viel mit Naturwissenschaften zu tun hat, erlebten die Teilnehmerinnen am Workshop "Starke Experimente". In zahlreichen Versuchen zum Thema "Kräfte" erhielten die Mädchen neue und manchmal überraschende Einblicke in die Physik.
Beliebter Bestandteil und für manche Mädchen der Höhepunkt der Ferienaktion war die "Lange Computernacht". Diese begann wie immer mit dem Kurs "Surferinnen aufgepasst", in dem es um das richtige Verhalten im Internet ging: Wie verhalte ich mich im Chat? Was sollte ich besser lassen, weil es gefährlich werden könnte? Was ist legal und was nicht? etc.
Nach Pizza zum Abendessen konnten die Teilnehmerinnen bis früh um vier surfen und chatten. Geschlafen wurde zwischen den Rechnern auf Isomatten und Luftmatratzen - morgens gab es zum Abschluss ein gemeinsames Frühstück in der Cafeteria der Hochschule.
"Gut gepolstert" wurden in diesem Workshop selbst gestaltete und gebaute Pinnwände. Unter fachlicher Anleitung lernten die Mädchen grundlegende Techniken des Polsterns und konnten die Pinnwände selbst mit Schaumstoff und Stoff beziehen.
Hinter die Kulissen eines Radiosenders konnten die Mädchen im Workshop "Radio on air" schauen bzw. hören. Wie sieht das eigentlich in so einem Studio aus? Wie kommen die Nachrichten ins Radio, und wer entscheidet, was gesendet wird? Diese und andere Fragen konnten die Mädchen vor Ort bei Radio Eins klären und schließlich selbst einen kleinen Beitrag zum Programm leisten: In der Innenstadt machten sie eine Umfrage, die sie dann selbst zum Beitrag schneiden konnten.
Bei den "Crazy Roboters" wurde mit dem Baukasten "Lego Mindstorms" ein fahrtüchtiger Roboter zunächst konstruiert und dann am Computer mit Leben erfüllt. Die Mädchen legten selbst fest, was ihr Roboter können sollte, und schrieben dafür das benötigte Programm mit allen Einzelschritten.
Mit der Abschlusspräsentation<//font> am Mittwoch fanden drei ereignisreiche und spannende Tage ihren würdigen Schluss. Vor den eingeladenen Eltern präsentierten die Teilnehmerinnen die Ergebnisse der vorausgegangenen Workshops vorgestellt und berichteten anhand von Fotos über ihre Erlebnisse.
"MUT - Mädchen und Technik" bedankt sich ganz herzlich:
- bei den Teilnehmerinnen für die Motivation und das Durchhaltevermögen
- bei allen Referentinnen und Referenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden der Hochschule Coburg für ihr Engagement.
"MUT - Mädchen und Technik" ist eine oberfrankenweite Initiative der Hochschule Coburg.




























